It always rains in sun­ny Umbria

Seit Sams­tag sind wir jetzt auf einem weit­läu­fi­gen (!) Land­gut namens L’E­re­mo in Umbri­en (Umbria), und bis­her hat sich das Wet­ter noch sehr lau­nisch gezeigt. Sams­tag kamen wir mit­ten im Regen­schau­er vor einem ver­schlos­se­nen Tor an, muss­ten erst­mal den Ver­wal­ter anru­fen, damit er uns das Tor auf­mach­te, dann ging es durch eine wun­der­schö­ne Allee zur 500 m weit ent­fern­ten Rezep­ti­on. Dort For­ma­li­tä­ten abge­wi­ckelt (Anmel­dung, Kau­ti­on usw.), wor­auf er uns dann – mit sei­nem Off­road­fahr­zeug (hier war es mal aus­nahms­wei­se im rich­ti­gen Ein­satz!) vor­aus – zu dem Haus eskor­tier­te, in dem wir jetzt woh­nen. Hier ein Blick aus unse­rer Wohnung:

Aussicht vom Haus aus

Ins­ge­samt 3 km Schot­ter­bu­ckel­pis­te tren­nen uns von der Ein­fahrt zum Land­gut. Ein Weg, für den wir mit dem Auto fast 10 Minu­ten brau­chen, mit dem Moun­tain­bike wäre das nicht viel weni­ger, nur haben wir keins dabei. Mal eben Bröt­chen oder Brot holen ist hier also nicht, das wür­de zu einem halb­stün­di­gen Aus­flug. Das nächs­te Dorf ist zwar in Hör- und Sicht­wei­te unter uns und viel­leicht ein Kilo­me­ter Luft­li­nie, aber dazwi­schen die besag­te kur­vi­ge Stre­cke oder Stock und Stein. Flie­gen müss­te man können!
Das Haus ist ein stil­vol­les Bau­ern­haus (viel­leicht dien­te es auch mal als Stall) aus Feld­stei­nen, rus­ti­kal und ein­fach ein­ge­rich­tet. Es sind noch drei wei­te­re Woh­nun­gen im Haus, nur eine davon ist noch bewohnt.
Seit unse­rer Ankunft also hat es an fast jedem Tag gereg­net: Ent­we­der war es mor­gen etwas son­nig oder auch bewölkt, aber nach­mit­tags oder abends hat es bis­her immer noch gewit­tert. Nach­dem wir ges­tern von einem Aus­flug ins bild­schö­ne Städt­chen Todi zurück­ge­kehrt und die Gewit­ter schon ver­zo­gen waren, konn­ten wir end­lich mal gril­len, auch wenn die Luft und die Sitz­bän­ke drau­ßen recht feucht waren. Nun ja, der Wet­ter­be­richt hat jetzt für Sams­tag durch­ge­hend gutes Wet­ter ange­kün­digt. Mal sehen, was draus wird.
Vor­ges­tern in Orvie­to hat­te ich übri­gens mal wie­der eine gute Mög­lich­keit, mei­ne Samm­lung alter Laden­be­schrif­tun­gen und Haus­re­kla­men wie­der zu erweitern:


Ansons­ten sieht man hier aller­lei Getier, dar­un­ter neben eini­gen Hasen auch Glüh­würm­chen, Hor­nis­sen (eine davon hat sich gera­de in die Woh­nung ver­irrt) und manch ande­re Insekten.