Allerlei aus meiner Welt

Kategorie: Urlaub (Seite 1 von 5)

In die­ser Kate­go­rie fin­den sich Urlaubs­be­rich­te  und ‑Fotos aus ver­schie­de­nen Urlau­ben in den letz­ten 20 Jahren.

Rouss­il­lon 2010: Ruhe­tag und wei­ter nach Perpignan

In der Nacht unse­rer Ankunft in Gru­is­san bei Nar­bon­ne im Rouss­il­lon) hat­ten wir bei­de zuwe­nig Schlaf bekom­men, sodass wir beschlos­sen, noch eine Nacht zu blei­ben, ohne sicher zu sein, ob die nächs­te ruhi­ger sein würde.
Mit einem Rund­gang erkun­de­ten wir den weit­läu­fi­gen Cam­ping­platz am Rand des Etang de Bages: Groß­zü­gig ein­ge­teil­te Plät­ze mit eige­nem Bad. Am Ende des weit­läu­fi­gen Are­als Ten­nis­plät­ze, ein Beach­vol­ley­ball­feld, Mini­golf­an­la­ge und wei­ter oben ein Restau­rant und eine recht schö­ner Pool. Neben­dran ein schö­ner Blick über den Etang de Bages, den wir schon vor eini­gen Jah­ren gese­hen haben, als wir in einer Feri­en­woh­nung in Gru­is­san wohnten.
Nach einem Cap­puc­ci­no am Zelt und einem Stück Kuchen, den wir mit­ge­bracht hat­ten, sind wir dann noch zum Ein­kau­fen zum Dec­a­th­lon nach Nar­bon­ne gefah­ren, um gute Herin­ge für das Zelt zu kau­fen und für Lebens­mit­tel in den Carrefour.
Mit Tor­tel­li­ni vom Gas­ko­cher, einem Ruco­la­sa­lat und einem lecke­ren Glas Bor­deaux beschlos­sen wir den Abend.
Mit Ohro­pax hat­te zumin­dest ich eine recht gute Nacht.
Eher gemüt­lich lie­ßen wir den Tag ange­hen, früh­stück­ten vor dem Zelt bei wun­der­schö­nem blau­en Him­mel und einem etwas küh­len Wind und mach­ten uns lang­sam rei­se­fer­tig. Nach­mit­tags erreich­ten wir pro­blem­los das Hotel de la Loge in der Alt­stadt Per­pi­gn­ans. Die Zim­mer sind zwar ein biss­chen dun­kel, aber ganz hübsch. Ins­ge­samt ein sehr net­tes Hotel und im Nor­mal­fall nicht zu teu­er. Auch hier hat­ten wir  wie­der Glück im Unglück: Wir woll­ten zwei Näch­te blei­ben, es war aber nur für eine Nacht ein Zim­mer zu bekom­men. Kurz und gut: wir nah­men es, such­ten einen halb­wegs kos­ten­lo­sen Park­platz in der Nähe und bezo­gen unser Zimmer.
Per­pi­gn­ans Alt­stadt ist hübsch und sym­pa­thisch, und wir wer­den mor­gen sicher noch etwas durch die Gas­sen schlen­dern, bevor wir uns wie­der auf den Weg machen, viel­leicht in die nahen Pyrenäen.
Carsten auf dem windigen Campingplatz

Rouss­il­lon 2010: Wei­ter­fahrt von Anne­cy nach Gruissan

Ges­tern in Anne­cy war irgend­wie nicht ganz unser Tag: Es begann damit, dass es mor­gens schon vor dem Auf­ste­hen anfing, kräf­tig zu reg­nen und wir, nach­dem es sich ein­zu­reg­nen schien, in aller Eile das Zelt abge­baut und klitsch­nass ins Auto gepackt haben. Ohne Früh­stück und Duschen sind wir los­ge­fah­ren und such­ten einen ganz net­ten Salon de Thé in der Alt­stadt von Anne­cy auf, um uns zu stär­ken. Die süßen Stück­chen waren lecker, der Tee dafür nicht rich­tig heiß. Sehr loh­nend war dafür der anschlie­ßen­de kur­ze Spa­zier­gang durch die hüb­sche Alt­stadt. Viel­leicht soll­ten wir hier mal einen län­ge­ren Zwi­schen­stopp einlegen.

Die Wei­ter­fahrt ver­lief pas­sa­bel, auch wenn uns die stän­di­gen ver­kehrs­be­ding­ten neu­en Rou­ten­vor­schlä­ge des Navis uns irgend­wann zu ner­ven began­nen, denn sie waren offen­kun­dig falsch. Ohne TMC ver­lief das Fah­ren ab Mon­teli­mar denn auch deut­lich entspannter.
Da wir zu müde wur­den, um noch bis Per­pi­gnan wei­ter­zu­fah­ren, ver­such­ten wir, einen Platz auf einem Cam­ping­platz in Gru­is­san zu bekom­men, hat­ten aber die Rech­nung ohne die letz­ten Wochen­end­tou­ris­ten gemacht, so dass es über­all “Com­plet” hieß. Sogar auf dem halb­lee­ren Cam­ping muni­ci­pal. Auch die Hotels in Gruissan.

Erst der Cam­ping “La Nau­tique” nahm uns trotz bereits geschlos­se­ner Rezep­ti­on auf. Indes hat­te nach­mit­tags ein hef­ti­ger Nord­wind ein­ge­setzt mit enorm hef­ti­gen Böen, sodass wir alle Mühe hat­ten, das Zelt auf­zu­bau­en, zumal der har­te Boden es kaum zuließ, die Herin­ge rein­zu­schla­gen. Völ­lig ent­kräf­tet lie­ßen wir uns schließ­lich im Zelt nie­der, ver­schlan­gen die Res­te an schnell Eßba­rem und ver­such­ten zu schla­fen, und das bei tosen­dem Wind und flat­tern­den Zeltwänden.

Rouss­il­lon 2010: Zwi­schen­stopp in Annecy

Die ers­te Etap­pe wäre geschafft. Gegen halb acht heu­te Abend sind wir auf dem Cam­ping “Le Ver­ger” in Sevri­er am Lac d’An­ne­cy am Ran­de der fran­zö­si­schen Alpen ein­ge­trof­fen, haben unser Zelt auf­ge­schla­gen und eine lecke­re, schwe­re Piz­za “Quat­re fromages” ver­schlun­gen, u.a. mit Reb­lochon und Roque­fort. Scha­de nur, dass das Bis­tro gegen­über dem Cam­ping­platz heu­te kei­ne Piz­za anbot, wo die Piz­za vor eini­gen Jah­ren aus dem Holz­ofen kam. Naja, so haben wir einen net­ten Rück­weg am See­ufer genos­sen. Der Cam­ping­platz liegt zwar direkt neben einer viel­be­fah­re­nen Stra­ße, ist aber ange­nehm klein und nutzt eine klei­ne, mit Bäu­men über­sä­te Wie­se. Die Toi­let­ten und Duschen sind eher einfach.
Ein Bild gibt’s heu­te nicht zu sehen, ich war zu hung­rig und hat­te auf dem Rück­weg nicht die rich­ti­ge Kame­ra dabei. Ich hof­fe, dass wir mor­gen Per­pi­gnan oder Umge­bung errei­chen. Gute Nacht!

Arde­che 2009 – Tag 10: Joyeuse

Heu­te sind wir in das klei­ne Markt­städt­chen Joy­eu­se (dt. die Freu­di­ge) gefah­ren. Das gemüt­li­che Joy­eu­se liegt ober­halb der Beau­me, einem rech­ten Zufluss der Ardè­che. Die Stadt liegt recht nett auf einem Fels­vor­sprung ober­halb des Flus­ses. Inter­es­siert haben wir fest­ge­stellt, dass es dort im Som­mer auch Mar­chés noc­turnes, also Abend­märk­te von (Kunst-)Handwerkern gibt. Also ein guter Grund, noch­mal her­zu­kom­men. Abge­se­hen davon, dass es auch hier wie­der Fut­ter für mei­ne Samm­lung an Fas­sa­den­wer­bung gab, wie so oft in Frank­reich. Hier ein paar Eindrücke:

Arde­che 2009 – Tag 9: Ent­lang der Ardeche

Qua­si als Geburts­tags­aus­flug sind wir heu­te an der Ardè­che ent­lang­ge­fah­ren und haben die wun­der­vol­le Aus­sicht auf die Schlucht und den Fluss genos­sen. Ein­ge­stie­gen sind wir nicht weit von Val­lon-Pont-d’Arc, also wie der Name schon sagt, in der Nähe einer der land­schaft­li­chen Haupt­at­trak­tio­nen, qua­si einer aus dem Fels gewa­sche­nen Bogen­brü­cke, unter der die Ardè­che hin­durch­fließt. Jeder, der mal die Ardè­che ent­lang­ge­fah­ren ist, wird sich wohl an die­ses Wahr­zei­chen erin­nern, erst recht, wenn man es im Kanu auf dem Was­ser getan hat.

Ganz in der Nähe ist auch ein Lan­de­platz für die vie­len Kanus, die hier ihre Fluss­tou­ren machen, ein Park­platz ist in der Nähe, sodass wir hier Pau­se ein­ge­legt und das Natur­wun­der bestaunt haben.

Immer wie­der beein­dru­ckend ist auch die Tie­fe, in der sich der Fluss im Lau­fe sei­ner Exis­tenz in das Gestein gefres­sen hat, und das mit einer trä­gen Beharr­lich­keit, die ihres­glei­chen sucht. Ich habe auch den Grand Can­yon du Ver­don gese­hen, der in sei­ner Steil­heit und Höhe oder Tie­fe noch beein­dru­cken­der ist, aber auch die Ardè­che, die ein im Gro­ßen und Gan­zen wei­te­res Tal als der Ver­don geformt hat und wohl auch mehr Was­ser führt, ist sehr beachtlich!

Unse­re Tour haben wir dann nach einem gemüt­li­chen Kaf­fee in der Auber­ge du Pou­z­at wei­ter unten im Tal, in der Nähe von St. Mar­tin d’Ar­de­che been­det und den Rück­weg nach Les Vans ange­tre­ten. Hier die klei­ne Gale­rie mit Ein­drü­cken unse­rer Tour:

Arde­che 2009 – Tag 8: Aus­flug nach Thines

Heu­te sind wir mal auf Emp­feh­lung von Bea mal nach Thi­nes gefah­ren. Dazu geht’s erst mal rund 7 Kilo­me­ter am Chas­se­zac auf­wärts, bis dann die D513 nach rechts abzweigt. Die­ses Stück wird gera­de nach der zwei­ten Hälf­te immer enger, sodass man schon vor­sich­tig fah­ren muss, falls einem jemand in einer Kur­ve entgegenkommt.

Das letz­te Stück zum Ort läuft man von einem Park­platz aus hoch. Thi­nes ist eigent­lich ein win­zi­ges Nest, aber super­schön. Die Häu­ser sind aus recht dunk­len Stei­nen gebaut. Über allen thront eine roma­ni­sche Kir­che mit einer nicht nur innen sehr hüb­schen Apsis.

Im Dorf selbst ist eben die­ses selbst die Attrak­ti­on. Es ist unauf­ge­regt, man sieht immer wie­der net­te Details wie das ver­ros­te­te Bett­ge­stell im Gar­ten, die bei­den Schorn­stei­ne, die mich sofort an Ben und Hoss Cart­wright erin­nern, das Schild zum Trö­del­markt (Vide-gre­ni­er) zuguns­ten der her­ren­lo­sen Kat­zen des Dorfes.

 Ach ja, da gibt es auch einen guten Tou­ri-Laden mit Café und (als wir da waren) herr­li­chen, aber teu­ren Draht­kunst­ob­jek­ten. Das Café hat eini­ge Eis­sor­ten, die man sich nicht ent­ge­hen las­sen soll­te (auch wenn ich nicht sicher bin, ob man sie nicht auch an ande­ren Orten der Ardè­che bekommt.

Arde­che 2009 – Tag 7: Markt- und Ruhetag

Mit einem herr­li­chen Son­nen­auf­gang über Les Vans, dem Chas­se­zac und der Arde­che fing der Tag schon mal gut an:

Sonnenuntergang über dem Chassezac, einem Nebenfluss der Ardeche

 

Ansons­ten war heu­te Markt­tag in Les Vans. Wir sind rela­tiv früh auf­ge­bro­chen, um den Tag dort gut zum Stö­bern, Kau­fen, Pro­bie­ren etc. zu nutzen.

Bunte Seifen in Hülle und Fülle

Der Markt war wie so vie­le von ihnen sehr schön und fängt – vom west­li­chen Orts­ein­gang aus gese­hen – mit Kla­mot­ten an und geht dann über aller­lei Unter­schied­li­ches (Sei­fen, Spiel­zeu­ge, Schall­plat­ten bis hin zu Trö­del oder Anti­qui­tä­ten) auf dem gro­ßen Platz (Place Léo­pold Ollier). Wenn man dann Rich­tung Alt­stadt­gas­sen hin­un­ter­geht, kom­men ver­mehrt die Lebens­mit­tel, dar­un­ter lecke­re Pro­duk­te aus Kas­ta­ni­en­mehl (Kas­ta­ni­en­pü­ree, Kuchen, Bier etc.)

Am Nach­mit­tag haben wir gefau­lenzt, und ich habe ein biss­chen die Zeit genutzt, vom Lou Pelou noch ein paar Auf­nah­men zu machen (die ich zwi­schen­zeit­lich in die Sei­te vom Ankunfts­tag ein­ge­baut habe, inklu­si­ve des Panoramas).

 

 

Arde­che 2009 – Tag 6: Sen­tier des Lauzes

Wir haben in den letz­ten Tagen in den Info­ma­te­ria­li­en die Beschrei­bung des Kul­tur­wan­der­pfa­des “Sen­tier des Lau­zes” gefun­den, der uns sehr gereizt hat. Heu­te sind wir hin­ge­fah­ren, und es hat sich gelohnt.

In Saint-Méla­ny im Dro­bie-Tal ist vor eini­gen Jah­ren der Kul­tur­wan­der­weg “Sen­tier des Lau­zes” ein­ge­rich­tet wor­den, auf dem Wer­ke von Künst­lern in der Land­schaft aus­ge­stellt sind, die vor Ort als Gast­künst­ler ein­ge­la­den wur­den, um sich mit Land und Leu­ten künst­le­risch aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die Bezeich­nung “Sen­tier des Lau­zes” weist schon dar­auf hin, dass “les lau­zes”, also die Schin­deln, wie sie hier oft für Dächer und Mau­ern ver­wen­det wer­den, eine Rol­le spie­len und die Orts­ver­bun­den­heit zeigen.
Doch zuerst zur Anfahrt. Nur weil das Navi gegen­über der Stre­cke über Les Vans und Joy­eu­se fünf Minu­ten Zeit­vor­sprung ver­sprach, pro­bier­ten wir eine Stre­cke “hin­ten­rum” über klei­ne Stra­ßen, die sich als wirk­lich wun­der­schön erwies. Über eine ganz schma­le Stra­ße direkt beim “Lou Pelou” fuh­ren wir run­ter nach Gra­viè­res und jen­seits des Chas­se­zac hin­auf nach Sey­ras und von dort an ein lan­ges Stück ein­fach durch ein Wald­ge­biet und wun­der­schö­ne Hei­de­flä­chen, nicht wie man sie meist kennt, mit vio­let­ten Blü­ten, son­dern rotbraun.

Nach eini­ger Zeit erreicht man Pey­re und biegt kurz dahin­ter mit einem wun­der­schö­nen Blick in das Tal der Dro­bie nach rechts ab und kommt über Sab­liè­res ins Ört­chen Saint-Méla­ny. Das Dro­bie­tal, zumal der obe­re Teil, zeich­net sich beson­ders durch sei­ne Natür­lich­keit aus. Auch Saint-Méla­ny war an die­sem Tag eher ver­schla­fen. Wir haben unser Auto hin­ter dem Ort abge­stellt und den Pfad “Sen­tier des Lau­zes” gefun­den, der an ein paar Häu­sern und Gehöf­ten vor­bei ins Sei­ten­tal der Tan­ar­gue führt, größ­ten­teils durch Wald.Sentier des Lauzes: Oto Date von Akio SuzukiNach einer hal­ben Stun­de haben wir ein ers­tes Kunst­werk des Japa­ners Akio Suzu­ki am Weg­rand ent­deckt, oder bes­ser gesagt, sei­nen ers­ten Teil: “Oto Date”: Eine Zement­plat­te mit einer Art Nega­tiv­re­li­ef (Ver­tie­fung), das ein Ohren­paar und gleich­zei­tig ein Paar Füße dar­stellt. An die­ser Stel­le soll man die Augen schlie­ßen und die Geräu­sche der Umge­bung (für uns vor allem das Rau­schen des Wal­des) auf sich wir­ken las­sen. Oder man lässt den Blick über das Sei­ten­tal der Tan­ar­gue schwei­fen und ent­deckt auf der ande­ren Sei­te den Wei­ler Le Char­nier. Sie­ben Orte nicht nur auf die­sem Sen­tier, son­dern auch auf der ande­ren Sei­te des Tan­ar­gue oder der Dro­bie hat Suzu­ki aus­ge­wählt, um die Men­schen auf die beson­de­ren Ver­bin­dun­gen, Aus­bli­cke und Echos auf­merk­sam zu machen, die es auf den ört­li­chen Wegen wahr­zu­neh­men gibt. Er hat bei sei­ner Arbeit auch den tra­di­tio­nel­len klei­nen Wege­ver­bin­dun­gen nach­ge­spürt, die seit dem moder­nen Stra­ßen­bau teil­wei­se ihre ursprüng­lich rein funk­tio­na­le Bedeu­tung zuguns­ten der eines Spa­zier­wegs ver­lo­ren haben. Hier braucht es schon beson­ders viel Ruhe und Besin­nung, um Suzu­kis Wahr­neh­mun­gen nach­zu­voll­zie­hen. Die Idee, dem Besu­cher die­se Orte nahe­zu­brin­gen, ist bemerkenswert.

Ein gan­zes Stück wei­ter ist eine wun­der­schö­ne Tro­cken­mau­er zu ent­de­cken, auf der und um die her­um 20 Figu­ren zu sehen sind. “Paro­les de Lau­zes” hat der mexi­ka­ni­sche Künst­ler Dom­in­go Cis­ne­ros sie genannt, der sie aus den dün­nen Schin­deln her­ge­stellt hat. Am pro­mi­nen­tes­ten ist dabei wohl die Rei­he von Köp­fen auf der Tro­cken­mau­er selbst. Dar­über hin­aus befin­det sich eher zum Tan­ar­gue-Tal hin ein Adler (oder Engel?) “El Espi­ri­tu de la Mon­ta­na” sowie eine Per­so­nen­grup­pe “Fami­lia” sowie ein gro­ßes Son­nen­rad “El sol”.

Schließ­lich und end­lich sind wir noch bis zum so genann­ten “Éch­ap­pée” gekom­men, einer klei­nen Hüt­te am Ran­de einer alten land­wirt­schaft­li­chen Par­zel­le, die – typisch für hier – noch ter­ras­sen­för­mig und mit Tro­cken­mau­ern ange­legt ist. “Éch­ap­pée” – das kommt von “éch­ap­per” = flüch­ten, ent­kom­men. Und so ist die­se Hüt­te ein Flucht­ort, ein Zufluchts­ort, um Künst­lern, Wis­sen­schaft­lern, Stu­den­ten einen Ort zu geben, an dem sie in Ruhe an einem Objekt oder Pro­jekt oder ein­fach an ihren Gedan­ken arbei­ten kön­nen. Bevor­zugt ermög­licht der Ver­ein, der den Weg und die Hüt­te betreibt, natür­lich Pro­jek­te, die einen Bezug zu den Ein­woh­nern und zur Gegend haben.

Von oben, vom Weg her ist eher nur das Dach und die holz­ver­klei­de­te Sei­ten­wand bzw. die Tro­cken­mau­ern zu sehen, und wir hat­ten das Glück, dass gera­de nie­mand dort war, um das Refu­gi­um näher in Augen­schein zu neh­men. Es ist ein­fach ein­ge­rich­tet, hat aber alles, was man zum über­le­ben braucht, und das ganz ohne den typi­schen Touch einer all­zu volks­tüm­li­chen Hüt­te: Ein stren­ger Kubus aus Tro­cken­mau­ern mit einem Vor­bau aus Glas und vor­ge­bau­ten, ver­ti­ka­len Holz­stre­ben, die zumin­dest seit­lich einen Sicht­schutz dar­stel­len. Zum Tal hin gibt es eine gro­ße Glas­front, sodass der Über­gang von Hüt­te in die Natur eher flie­ßend ist. Vor der Tür eine Holz­ter­ras­se mit bereits leicht ver­wit­ter­ten Ses­seln und Tischen aus Holz. Hier könn­te ich es auch ein Weil­chen aushalten!

Es war scha­de, das wir nicht die Zeit hat­ten, den gan­zen Weg zu gehen (oder zu spät auf­ge­bro­chen waren ;-)). Aber so haben wir einen Grund, noch ein­mal herzukommen.

Arde­che 2009 – Tag 5: Bois de Pai­o­li­ve 2

Im Zauberwald des Bois de PaioliveWir waren ja schon vor eini­gen Tagen im Bois de Pai­o­li­ve und haben heu­te dort eine zwei­te klei­ne Wan­de­rung gemacht, um noch eini­ge der mär­chen­haf­ten Kalk­ste­in­for­ma­tio­nen zu sehen. Wir sind also wie­der die D901 raus­ge­fah­ren bis dort, wo die D252 nach links abzweigt.

Die Wan­de­rung star­tet rechts der D252 direkt am Park­platz. Schon nach 50 Metern kommt man direkt in die Fels­land­schaft, in der man sich voll auf die Web­wei­ser ver­las­sen muss und ab und an das neh­men muss, was einem als Weg erscheint. Und bald ent­deckt man die hal­be Tier­welt aus Stein, und all das vom Stein­metz namens “Natur”.

Erst ent­de­cken wir eine Schild­krö­te, dann einen Affen, und sogar einen Ele­fan­ten gibts. Dazwi­schen einen klei­nen Lehr­pfad über Fle­der­mäu­se, die hier in den Höh­len, die das Was­ser über Tau­sen­de von Jah­ren aus­ge­wa­schen hat, gute Lebens­be­din­gun­gen fin­den. Und tat­säch­lich, an einer Stel­le sind sie sogar zu sehen, wie sie schla­fen. Aber nein, wir fal­len auf Attrap­pen rein.

Kalkstein-"Elefant"Fledermäuse (nein, Attrappen!) in FelsnischenEs macht rich­tig Spaß, zwi­schen den Fel­sen her­um­zu­klet­tern, dabei ist der Weg leicht zu lau­fen. Beson­ders fes­tes Schuh­werk wie Wan­der­schu­he sind dabei nicht unbe­dingt not­wen­dig. Grif­fi­ge Halb­schu­he oder Sport­schu­he rei­chen durchaus.

Ins­ge­samt ist man wohl gut eine Stun­de unter­wegs, natür­lich je nach­dem, wie lang man sich an den ver­schie­de­nen Stel­len aufhält.

Arde­che 2009 – Tag 4: Aus­flug nach Banne

Ansicht des Forts von BanneAllgemeine Ansicht von Banne

Auf Emp­feh­lung sind wir heu­te in das Ört­chen Ban­ne gefah­ren, das sich knapp 15 Kilo­me­ter süd­lich von Les Vans Rich­tung Alès in den Hügeln befin­det, das heißt: eigent­lich auf und zwi­schen zwei Hügeln, denn auf dem Hügel über­ragt die Rui­ne eines alten Forts das net­te Ört­chen, das sich etwas her­un­ter und zum nächs­ten Hügel erstreckt, wo sich fast am ande­ren Ende dann auch die Kir­che des Dor­fes fin­det: Don Camil­lo und Pep­po­ne ste­hen sich fast demons­tra­tiv gegen­über. Wie bei uns Spät­auf­ste­hern üblich, kom­men wir um die Mit­tags­zeit an, und der Ort wirkt, wie um die­se Zeit nicht anders zu erwar­ten, auf sym­pa­thi­sche Wei­se ein biss­chen ver­schla­fen. Der Tou­ris­ten­park­platz befin­det sich zwi­schen bei­den Orts­hälf­ten, sodass wir uns erst für die welt­li­che Hälf­te ent­schei­den und durch enge Gäss­chen zum Fort hin­auf­stei­gen. Schild am Wegesrand: Ceci est un jardin, pas une escalade.Ein flei­ßi­ger Gärt­ner hat sich hier rüh­rend um die Bepflan­zung am Ran­de der Fel­sen geküm­mert, die er mit einem Holz­schild zu schüt­zen ver­sucht: “Ceci est un jar­din, pas une esca­la­de” (Dies ist ein Gar­ten, kein Klet­ter­steig”. Im ehe­ma­li­gen Pfer­de­stall am Fuß der geschlif­fe­nen Fes­tung gibts eine Gale­rie, die eben­falls Mit­tags­pau­se hat. Von ganz oben über­blickt man den Ort sehr gut und kann auch sonst gut in die Land­schaft schau­en. Eine gro­ße Info­ta­fel erin­nert an die Adels­ge­schlech­ter, die die Burg bau­ten und bis zum 18. Jahr­hun­dert bewohnten.

Café du Nord in BanneAuf dem Weg zurück in den Ort kom­men wir wie­der durch wun­der­schö­ne schma­le Gäss­chen und ich ent­de­cke unten am Platz ein altes Café, des­sen Beschrif­tung ich gleich foto­gra­fie­re – für mei­ne Samm­lung alter Laden­be­schrif­tun­gen und Fassadenwerbung.

 

 

Fenster mit Spitzengardinen in BanneDas Quar­tier Egli­se ist nicht beson­ders auf­re­gend, aber man sieht schon auch schö­ne Details, wie die Tür mit den ver­schie­den­far­bi­gen Gardinen.

Dabei ent­de­cken wir auch eine Gale­rie mit sehr schö­nen Bil­dern – offen, aber kein Gale­rist da. Trotz­dem schau­en wir uns um und ent­de­cken auch ein Bild, bei dem wir über­le­gen, ob wir es kau­fen. Da es unser ers­tes wäre, zögern wir noch. Am Ende ver­las­sen wir die Gale­rie und schlen­dern wei­ter. Viel­leicht fah­ren wir an einem ande­ren Tag noch­mal vor­bei und kau­fen es. Nach einem Rund­gang um die Kir­che bege­ben wir uns wie­der auf den Weg ins Lou Pelou.

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